Die beste KI bringt wenig, wenn die Daten nicht stimmen.
Diese Erkenntnis ist für mich nicht theoretisch, denn sie ist das Ergebnis aus vielen Gesprächen mit Geschäftsführern, Führungskräften und Entscheidern aus dem Mittelstand.
✅ Fast überall ist das Interesse an KI groß
✅ Viele Unternehmen testen erste Anwendungen
✅ Viele sehen die Chancen
✅ Viele fragen sich, welche Use Cases sinnvoll sind
Aber in den Gesprächen wird auch immer wieder deutlich, dass eines der wichtigsten Themen noch nicht stark genug ins Bewusstsein gerückt ist: die Daten- und Informationsbasis.
Denn in vielen Unternehmen ist die Realität heute ungefähr so:
⚠️ Informationen liegen im ERP-System oder CRM
⚠️ Dokumente liegen in SharePoint, Teams, Netzlaufwerken etc.
⚠️ Wichtige Informationen stecken in Excel-Dateien
⚠️ Fachabteilungen nutzen eigene Insellösungen
⚠️ Und ein Teil des Wissens befindet sich nur in den Köpfen einzelner Mitarbeitender
Das ist über Jahre gewachsen und es funktioniert im Tagesgeschäft oft irgendwie.
Aber für KI und Digitalisierung wird genau diese verteilte Informationslandschaft zunehmend zum kritischen Punkt, denn KI kann nur dann wirklich Mehrwert schaffen, wenn sie auf relevante, aktuelle und zugängliche Informationen zugreifen kann.
Wenn Daten unvollständig sind, entstehen unvollständige Antworten oder falsche Einschätzungen. Wenn Systeme nicht verbunden sind, bleiben Zusammenhänge unsichtbar. Deshalb beginnt ein tragfähiges KI- und Digitalisierungskonzept aus meiner Sicht nicht mit der Frage: „Welches KI-Tool sollen wir einsetzen?“, sondern:
➡️ Wo liegen unsere relevanten Daten heute?
➡️ Welche Systeme enthalten geschäftskritisches Wissen?
➡️ Welche Informationen werden regelmäßig gesucht
➡️ Welche Datenquellen sind zuverlässig?
➡️ Welche Abteilungen arbeiten mit eigenen Lösungen?
➡️ Welche Berechtigungen und Datenschutzanforderungen müssen berücksichtigt werden?
Erst wenn diese Grundlagen geklärt sind, kann KI ihr Potenzial wirklich entfalten.
✅ Erst dann entsteht nutzbares Wissen
✅ Reports belastbarer
✅ Dann werden Entscheidungen schneller und besser
✅ Dann kann gezielter auf Wissen zugegriffen werden
✅ Dann lassen sich Prozesse sinnvoll automatisieren
Aus meiner Sicht ist die Konsolidierung und intelligente Verknüpfung von Daten eine der zentralen Voraussetzungen für erfolgreiche KI-Projekte im Mittelstand.
Nicht jedes Unternehmen braucht sofort eine große KI-Plattform, aber jedes Unternehmen, das KI ernsthaft nutzen will, braucht Klarheit über seine Datenlandschaft.
Denn Digitalisierung und KI scheitern selten an der Idee, sondern sie scheitern häufig daran, dass Informationen nicht dort verfügbar sind, wo sie gebraucht werden.
Wer sich aktuell mit der Frage beschäftigt, wie KI im eigenen Unternehmen sinnvoll eingesetzt werden kann, sollte deshalb nicht beim Tool starten, sondern bei den Daten, Dokumenten, Prozessen und Systemen, die heute bereits vorhanden sind.
Genau dort liegt der größte und oftmals entscheidende Hebel.

